Seniorenzentrum Martha-Maria Wüstenrot

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Gemeinsam klimaresilient: Seniorenzentrum Nürnberg entwickelt Maßnahmen für die Zukunft

  • Diakoniewerk
  • 30.10.2026

Wie schützen wir Seniorenzentren besser vor Hitze und Starkregen? Antworten lieferten sechs Workshops im Seniorenzentrum Martha-Maria Nürnberg. Jetzt geht es an die nächsten Schritte.

Wie können Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeitende besser vor den Folgen von Hitze, Starkregen und anderen Wetterextremen geschützt werden?

Mit dieser Frage beschäftigten sich Ende Oktober 2026 mehrere Workshops zur Klimaanpassung in unserem Nürnberger Seniorenzentrum. Bewohnerinnen und Bewohner, Mitarbeitende, Führungskräfte sowie Vertreter von Rettungsdiensten, Behörden und Fachstellen brachten ihre Erfahrungen und Ideen ein.

Tropennächte als Herausforderung

Im Mittelpunkt standen die zunehmend spürbaren Auswirkungen von Hitzeperioden. Besonders belastend sind sogenannte Tropennächte, in denen Gebäude kaum abkühlen und der Schlaf beeinträchtigt wird.

Bewohnerinnen und Bewohner berichteten von warmen Aufenthaltsräumen, fehlenden schattigen Plätzen und dem Wunsch nach zusätzlichen Rückzugsmöglichkeiten an heißen Tagen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die grüne Lage des Seniorenzentrums bereits heute viele Vorteile bietet.

Kaum Abkühlung im Dienst

Auch Mitarbeitende schilderten ihre Erfahrungen aus besonders heißen Sommerphasen. Genannt wurden unter anderem die hohe körperliche Belastung, zusätzliche Anforderungen in der Betreuung sowie die eingeschränkten Möglichkeiten zur Abkühlung während des Dienstes. Gemeinsam wurden deshalb organisatorische und praktische Verbesserungen diskutiert.

Eine wichtige Rolle spielten auch die Themen Starkregen, Sturm und Krisenvorsorge.

Vertreter von Feuerwehr, Rettungsdiensten, Gesundheitsamt und Heimaufsicht tauschten sich darüber aus, wie Pflegeeinrichtungen auf außergewöhnliche Ereignisse vorbereitet sein können. Dabei wurde deutlich, wie wichtig funktionierende Notfallpläne, aktuelle Bewohnerlisten und eine enge Vernetzung zwischen den Einrichtungen und den Einsatzkräften sind.

Die nächsten Schritte

Aus den Workshops ergeben sich zahlreiche Erkenntnisse für die weitere Planung. Diskutiert wurden unter anderem zusätzliche Verschattung durch Bäume und Sonnenschutzanlagen, attraktive Aufenthaltsbereiche im Freien, kühle Rückzugsräume, verbesserte Lüftungsmöglichkeiten sowie Schulungen und feste Abläufe für Hitze- und Wetterlagen.

Die Ergebnisse aus Heatmaps, Befragungen und Workshops fließen in die weitere Planung konkreter Klimaanpassungsmaßnahmen ein. Zu den nächsten Schritten zählen:

  • Einrichtungsübergreifende Krisenübungen sollen vorbereitet werden.
  • Feuerwehr und weitere externe Partner werden in die weiteren Planungen einbezogen.
  • Der Austausch zwischen benachbarten Einrichtungen zur gegenseitigen Unterstützung in Krisenlagen soll gestärkt werden.
  • Möglichkeiten zur Verbesserung von Verschattung, Aufenthaltsqualität und Hitzeschutz werden weiter geprüft.

Das Projekt zeigt: Klimaanpassung ist nicht nur eine bauliche Aufgabe. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Gebäuden, Organisation und menschlichem Verhalten. Die vielen Hinweise aus den Workshops liefern eine wertvolle Grundlage und helfen, das Seniorenzentrum Schritt für Schritt widerstandsfähiger gegenüber den Herausforderungen des Klimawandels zu machen.

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